Deine Schülerinnen und Schüler nutzen KI längst – für Hausaufgaben, Bilder, Sprachnachrichten. Die Frage ist nicht mehr, ob KI im Unterricht vorkommt, sondern ob wir sie verstehen und kritisch einordnen. Diese Stunde zeigt, wie Sprach-KIs wie ChatGPT funktionieren, wo sie sich irren und woran man KI-Fakes erkennt.
Was Schüler über KI wissen sollten – in drei Sätzen
- KI rät: Ein Sprachmodell berechnet, welches Wort wahrscheinlich als Nächstes kommt. Es „weiß“ nichts im menschlichen Sinn.
- KI kann sich irren: Antworten klingen überzeugend, können aber erfunden sein – man nennt das „Halluzinieren“.
- KI braucht Daten: Was man eingibt, kann gespeichert werden. Persönliche Daten haben in einem Chatbot nichts zu suchen.
Stundenidee: Mensch oder Maschine?
1. Einstieg: Das Turing-Quiz (10 Min.)
Zeige vier kurze Texte – zwei von Schülern geschrieben, zwei von einer KI. Die Klasse tippt: Mensch oder Maschine? Die Trefferquote ist meist erstaunlich schlecht – und genau das ist der Gesprächsanlass.
2. Erarbeitung: Wie funktioniert das? (15 Min.)
Mit einem einfachen Wort-Vorhersage-Spiel erleben die Schülerinnen und Schüler das Prinzip selbst: Ein Satzanfang wird vorgegeben, die Klasse wählt jeweils das wahrscheinlichste nächste Wort.
3. Kritisch prüfen: Fake erkennen (15 Min.)
Anhand von KI-generierten Bildern und Falschmeldungen sammeln die Gruppen Prüfkriterien: Quelle, Datum, Details, Gegencheck. So entsteht eine Checkliste gegen Fake News.
4. Abschluss: Unsere KI-Regeln (5 Min.)
Die Klasse einigt sich auf drei Regeln für den Umgang mit KI bei Hausaufgaben.
Tipp: Die Stunde funktioniert auch ganz ohne Geräte. Ausgedruckte Beispieltexte und -bilder reichen völlig aus.
Das komplette Material dazu
Der Lernjob „Leben in der Medienwelt“ führt in drei Niveaus durch Künstliche Intelligenz, Fake News und den sicheren Umgang mit Medien – mit Erklärvideos per Scan-Code und Lösungen.


