G- und M-Niveau in einem Raum, dazu ein paar Schüler, die eigentlich E-Niveau schaffen würden: In vielen Realschulen in Baden-Württemberg ist die Klappklasse Alltag. Die gute Nachricht: Mit dem richtigen Material wird aus dem Spagat ein ganz normaler Unterricht.
Das Grundprinzip: Ein Thema, drei Fassungen
Der wichtigste Trick ist so einfach wie wirkungsvoll: Alle arbeiten am gleichen Thema, aber mit unterschiedlich anspruchsvollen Fassungen. So bleibt die Klasse eine Gemeinschaft – Besprechungen, Tafelbilder und Ergebnissicherung funktionieren für alle.
- G-Fassung: Kürzere Texte, mehr Bilder, Satzanfänge und Wortspeicher, geschlossenere Aufgaben.
- M-Fassung: Vollständige Texte, offene Aufgaben, eigene Begründungen.
- E-Fassung: Zusätzliche Quellen, Transferaufgaben, Bewertung und Stellungnahme.
Damit es im Alltag klappt: Organisation
Gleicher Look für alle
Wenn die Hefte für G und M gleich aussehen, fühlt sich niemand abgestempelt. Das Niveau steht klein in der Ecke – nicht groß auf dem Deckblatt.
Lösungen zur Selbstkontrolle
Eine Lösungsstation am Pult entlastet dich enorm: Die Schnellen kontrollieren selbst, du hast Zeit für die, die Hilfe brauchen.
Gemeinsame Phasen einplanen
Einstieg und Ergebnissicherung immer gemeinsam, Erarbeitung differenziert – so behältst du den roten Faden.
Aus der Praxis: In meiner WBS-Klappklasse funktioniert das besonders gut bei Alltagsthemen wie Black Friday oder Verbraucherrechten. Die Fälle sind für alle gleich spannend, nur die Aufgaben unterscheiden sich.
Material, das schon fertig differenziert ist
Die meisten Expeditionen von Mr. Iron gibt es in den Fassungen G, M und E – im gleichen Look, mit Lösungen. Einige Beispiele aus WBS und Gemeinschaftskunde:
LernjobVerbraucherrechte: Kaufvertrag und Widerruf
LernjobMigration: Zuwanderung und Integration
FreebieBlack Friday – Schnäppchen oder Falle?